Kulturhaus Bruckmühle

Gabriele Berger | JETZT

STEININSTALLATION JETZT | Gabriele Berger

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Ausstellung JEZT
15. September 2006 - 31. Jänner 2007
Öffnung während der Öffnungszeiten und nach Vereinbarung!

Wir laden Sie herzlich zur Besichtigung der Steininstallation in unser Kulturhaus.
Papierarbeiten und eine Rauminstallation sind im 1. Stock ausgestellt.

Gabriele Berger, geb. 1955 in Wien und in Linz aufgewachsen, Studium der Bildhauerei am Salzburger Mozarteum bei Prof. Ruedi Arnold und an der Hochschule für Gestaltung bei Prof. Erwin Reiter, Diplom 1986. Seit 1991 lebt die Künstlerin in der Ortschaft Winkel/ Gemeinde Aigen in Mühlkreis/Oberösterreich und „ORDNET” (bearbeitet, spaltet) den Granit im eigenen Steinbruch.
Seit 1982 Ausstellungen u. Ausstellungsbeteiligungen, Theater, Performance, Aktion, Bildhauereisymposien und Kunst im Öffentlichen Raum.

Die Bildhauerin Gabriele Berger zu begegnen heißt, von ihrer Kunst wachgehalten zu werden. Meine erste Begegnung mit Gabriele Berger liegt bereits viele Jahre zurück und 1990 formulierte die Künstlerin im Rahmen der Wanderausstellung "Spirituelle Tendenzen in der jungen Kunst Österreichs" folgenden Gedanke :
„Stein Urgestein Berg Gebirge Welt Kosmos-Weg durch Dimensionen-vom Ursprung, dem erdigen, mütterlichen, begreifbaren" bis hin zum „jetzt”, wobei „jetzt” auf die gegenwärtige Zeit bezogen ist.
Eine Kunst, die nicht einfach auf der Erde oder gar im Eingangsbereich oder im Foyer des Kulturhaus Bruckmühle liegt. Erst in der Verbindung bzw. im „Jetzt” von Kunst und Raum entsteht eine Wechselwirkung, die sich in den Jahren zwar äußerlich verändert hat (z.B.: polierte Steinoberfläche), doch der Bearbeitungsprozess im Dialog mit der Natur, der Landschaft, dem Raum und den Menschen, daran hat sich nichts geändert.

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jetzt

Die Bildhauerin Gabriele Berger hat viele Tage an der Realisierung der Rauminstallation
„jetzt = unendlich” im Kulturhaus Bruckmühle gearbeitet.
Tonnen an Steinmaterial aus dem eigenen Steinbruch in Winkel bei Aigen Schlägel in Mühlkreis sind antransportiert worden, um damit Buchstabe für Buchstabe auf einer definierten Achse von Süd-West nach Nord-Ost zu installieren.
Die Diagonale führt so vom Kulturplatz beginnend durch den Eingangsbereich in das Foyer vorbei an der Bibliothek und hinaus in das Freie. Zwei weitere Rauminstallationen, Papierarbeiten im „Grafikkabinett” sowie „Kartonagen” sind im ersten Stock ausgestellt.

Sie fragen sich vielleicht, ob die Künstlerin Gabriele Berger ihres eigentlichen Themas gedenken will, um über das „Jetzt” das Fazit aus allen ihren Konzeptionen zu ziehen:
Das Gesamtergebnis der Ausstellung ist dann: das Unendliche findet sich in "Kosmos Welt Gebirge Berg Urgestein Stein", im „JETZT”, sozusagen ein Experiment mit dem Unendlichen abgesichert durch das Endliche.
Jetzt also, ist auf die gegenwärtige Zeit bezogen und die Künstlerin führt sozusagen ein schriftliches Gespräch mit Kunstinteressierten.
Ein Gespräch worüber?
"Stein Urgestein Berg Gebirge Welt Kosmos-Weg durch Dimensionen-vom Ursprung, dem erdigen, mütterlichen, begreifbaren" bis hin zum „jetzt” und umgekehrt.
Unendlich, denkbar-fassbar-begreifbar, Chaos neu geordnet.
Raum = System
Sprache = System
Zeit = System

Jedes System 1 Ordnung = Reduktion = die Ordnung der Ordnung, der Ordnung = Gabriele Berger

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Projekt Unterweitersdorf 2004 | 2,17 m kunstmaß

Im Brennpunkt von Gabriele Berger steht also der Stein. Er stellt den Antrieb für ihr kreatives Schaffen dar. Ihr geht es nicht um den Stein im Allgemeinen, sondern um den Bearbeitungsprozess im Dialog mit der Natur, der Landschaft, den Menschen.
Worum es also geht sind Verbindungen.
Was entsteht, wenn Gabriele Berger von Verbindungen in Form einer „Maßeinheit” spricht, ist seit Anfang dieser Woche hier am Vorplatz des Gemeindeamtes ausgestellt, zugängig, sichtbar, fassbar.
Zollstab oder Kulturmaß?
Weder noch. Im Idealfall auch keine auf eine Gesamtlänge von 8,68 m ausgedehnte Steinüberlagerung oder Steinschlichtung, sondern vielmehr ein Dialog, ein Ganzes, ein Gleichgewicht zwischen natürlichen Steinelementen und den Werk der Künstlerin.
Hier wird also nicht nur ein formales Merkmal von Kunst in der Öffentlichkeit deutlich, Bergers Recherche strebt danach den öffentlichen Raum zu erforschen, der ein freies Feld für eine Art des Handelns und einen Aktionsraum für Verbindungen bietet.
2170 m KULTURverbindungsWEG
Einführende Worte am Eröffnungstag 2004 in Unterweitersdorf | Roman Scheuchenegger

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